Die innere Leere wurde größer. Ich spürte, dass ich so nicht weitermachen konnte.
Als ich das erste Mal das Segel berührte, war es, als würde ich eine andere Welt betreten. Der Wind, das Wasser, das rhythmische Schlagen der Wellen — alles verlangsamte mich. Auf dem Boot gab es keine E‑Mails, keine Benachrichtigungen. Nur das Meer. Und die Aufgabe, präsent zu sein.
Jeder Handgriff am Segel, jede Bewegung im Team war ein Schritt weg von der Überforderung — und hin zu einem klareren Kopf.
Ich saß am Bug und sah in die Weite. Der Horizont war ruhig, das Wasser trug uns, und plötzlich wurde mein Atem tiefer. Ich musste nichts leisten, nichts beweisen. Ich durfte einfach sein.
In diesem Moment wurde mir klar: Erschöpfung entsteht nicht nur durch Arbeit — sondern durch das Vergessen, sich selbst Raum zu geben. Das Meer erinnerte mich daran, dass Ruhe nicht verschwunden ist. Sie war nur überlagert.
Mein Alltag war derselbe: Termine, Aufgaben, Verantwortung. Doch etwas hatte sich verändert.
Ich hatte Werkzeuge mitgenommen:
Ich begann, Pausen nicht mehr als Schwäche zu sehen, sondern als Kraftquelle. Das Segelcoaching hatte mir gezeigt, dass Prävention nicht bedeutet, weniger zu arbeiten — sondern verbundener mit sich selbst zu bleiben.
Wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest, findest du hier mehr zu Stress & Erschöpfung.